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Bergische Universität Wuppertal

Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen

Pauluskirchstraße 7
42285 Wuppertal

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BIM Institut Opening

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IZIII

INSTITUT FÜR DAS MANAGEMENT DIGITALER PROZESSE IN DER BAU- UND IMMOBILIENWIRTSCHAFT // BIM-INSTITUT

Bauten einschließlich Grund und Boden machen fast 60% des Volksvermögens aus. Seit einigen Jahren werden alle Arten von Informationen zu Bauten und Boden digitalisiert. Durch die Integration dieser Daten in einem digitalen Datenbankmodell lässt sich der Zugriff auf diese Daten erleichtern, die Daten lassen sich zueinander in Bezug setzen, wodurch sich ein Quantensprung in der Informationsqualität über Bauten ergibt und die Daten können für weitergehende Analysen, Berechnungen von Benchmarks und Simulationen durch die Fachplaner, die Ausführenden und die Betreiber genutzt werden. Gleichzeitig ergibt sich die Möglichkeit, Bauten vor ihrer Erstellung virtuell entstehen zu lassen und sie den Entscheidern und Nutzern vorab zu visualisieren. Fachleute können optische Plausibilitätsprüfungen durchführen. Bisherige Untersuchungen in den Unternehmen zeigen zudem, dass ein wesentliches Problem der Bau- und Immobilienwirtschaft darin besteht, dass kein in den EDV-Systemen abgebildeter, durchgängiger und zeitnaher Informations- und Belegfluss sowohl unternehmensintern als auch unternehmensübergreifend in der Bau- und Immobilienwirtschaft existiert. Häufig erfolgt eine papiergebundene Weitergabe von Informationen auf nicht dauerhaften Informationsträgern. Hinzu kommt die zeitlich verzögerte und fehleranfällige Übertragung der "Zettelwirtschaft" in die EDV-Systeme. Das Planen, Erfassen, Kontrollieren, Steuern und Dokumentieren von Bau-Prozessen basiert derzeit lediglich auf den Erfahrungen und Kompetenzen der in die Projektabwicklung eingebunden Personen und deren individuellen Kommunikationsfähigkeiten.

Die zunehmende Digitalisierung sowie die sich international in Entwicklung befindliche Methode BIM in Zusammenhang mit Prozessmanagement bieten hier völlig neue Potenziale. An der Frage nach den Logiken der Integrationsprozesse von Daten in Datenbanken setzt die Forschungsarbeit des BIM-Instituts an. Bereits seit 2004 forscht das Team sowohl grundlagen- als auch anwendungsorientiert an Lösungen entlang der Wertschöpfungskette der Bau- und Immobilienwirtschaft. Es geht hierbei darum, eine logisch und prozessual konsistente Struktur relevanter Daten zu Bauten, die in deren jeweiligen Lebensphasen für deren Planung, Bau, Betrieb und Abbruch benötigt werden, möglichst effektiv zu generieren, zu sichern, zu verarbeiten und zur Verfügung zu stellen. Die Thematik der fortschreitenden Digitalisierung hin zu Industrie 5.0, der internationalen Entwicklung zur Anwendung der Methode BIM und der zunehmenden Bedeutung des Prozessmanagements sowie das weite Feld des Bauens erzeugen über die bisherigen Forschungsschwerpunkte hinaus enormen trans- und interdisziplinären Forschungsbedarf für die nächsten 20 -30 Jahre, etwa durch den Einsatz von Robotern im Bauwesen, von weiterführenden Simulationswerkzeugen oder der künstlichen Intelligenz (KI).

zuletzt bearbeitet am: 30.07.2020