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BIM-basiertes Risikomanagement

MASSNAHMEN ZUR UMSETZUNG EINES EFFIZIENTEN PROJEKTRISIKOMANAGEMENTS DURCH EINSATZ DER METHODE BIM

Fördermittelgeber: Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Forschungsinitiative Zukunft Bau

Projektlaufzeit: 03/2019 bis 08/2022

Zu Beginn eines Bauvorhabens werden Kosten, Termine und Qualitäten festgelegt, die es während des gesamten Bauprozesses, bis zur Fertigstellung, einzuhalten gilt. Für Bauherren ist insbesondere eine zuverlässige Termin- und Kostenprognose über die gesamte Projektdauer von Interesse. Für Bauunternehmen bietet speziell die Realisierungsphase das höchste Wertschöpfungspotenzial. Projektrisikomanagement wird in diesem Forschungsprojekt daher aus beiden Blickwinkeln betrachtet. Die Betrachtung erfolgt aus Bauunternehmens und Bauherrensicht.

Es werden die Risikomanagementprozesse der gesamten Planungs- und Bauphasen unter Anwendung der Methode BIM aufgestellt und die Potenziale durch die entstehende Informationsverknüpfung herausgearbeitet. Diese Informationsverknüpfung integriert Risikomanagement in die übrigen Bauprozesse und stärkt somit die Rolle von Risikomanagement bei Bauprojekten. Aus Sicht des Bauunternehmens steht die Phase der Realisierung im Fokus. Hier erfolgt eine detailliertere BIM basierte Betrachtung der Risiken bis auf Bauteilebene. Das BIM-basierte Risikomanagement ermöglicht durch die digitale Erfassung von Informationen zu Risiken am Gebäudedatenmodell eine qualifizierte und aktuell gehaltene Risikobetrachtung. Mit fortschreitender Planungsgenauigkeit kann die Informationsverknüpfung bis auf Bauteilebene fortgeführt werden. Die Verknüpfung der erkannten Risiken mit Bauteilen des digitalen Gebäudemodells in der Realisierungsphase, fördert die Integration und dadurch die Akzeptanz des Risikomanagements und visualisiert dessen Vorteile für das Projektergebnis. Durch den Grundsatz der Methode BIM „erst planen - dann bauen“ kann eine frühzeitige Betrachtung von Risiken bereits ab der Planungsphase die Termin-, Kosten- und Qualitätssicherheit zusätzlich steigern. Können Gegensteuerungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden, kann das Ergebnis der Unternehmen maßgeblich gesteigert werden.

In Form eines Demonstrators, werden Risiken mit Bauteilen im Datenmodell verknüpft, sodass Informationen in einem System digital zur Verfügung stehen. Die Schnittstellen beider Blickwinkel werden ausgewertet und Maßnahmen entwickelt wie ein transparenterer Informationsfluss bezüglich Risikomanagement die Zielerreichung beider Seiten erhöhen kann.

Der Abschluss des Forschungsprojektes dient der Validierung und Verifizierung der Ergebnisse in der Praxis. Im Rahmen einer Projektaufstockung werden die erarbeiteten Ergebnisse aus dem laufenden Forschungsprojekt weiter für den Bereich des Einflusses potenzieller Risiken auf die Terminplanung während der Bauausführung aus Bauunternehmenssicht detailliert. Der Risikomanagementprozess, bestehend aus Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung wird in die Terminplanung der Bauausführung integriert. Als Basis dient hier der von der BUW erstellte Leitfaden zum Aufbau von BIM-Anwendungen (vgl. www.biminstitut.de). Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit in geeigneter Form, beispielsweise über ein Video, zur Verfügung gestellt.

Zur Handlungsempfehlung hier.

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