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BIM-Effizienz: Innovatives Kostenmanagement auf Basis objektorientierter Bauwerksmodelle

Projektlaufzeit: 01/2021 – 06/2022

Deutsche Bauprojekte, insbesondere der öffentlichen Hand, erzeugen regelmäßig Schlagzeilen durch erhebliche Kostensteigerungen. Die Kostenplanung im Bauwesen erfolgt überwiegend auf Basis intransparenter und entkoppelter Ermittlungs- und Verfolgungsprozesse, welche von einer Vielzahl von am Bauprojekt Beteiligten durchgeführt werden. Diese konventionelle Vorgehensweise wird den Anforderungen eines modernen Kostenmanagements für Bauprojekte nicht gerecht. Auf Basis der Methode Building Information Modeling ist ein transparentes, durchgängiges Kostenmanagement möglich.

Auf Basis von qualitativen Umfragen wird BIM-basiertes Kostenmanagement zwar bereits als sinnvoll erachtet, zur vollständigen Etablierung eines softwareunabhängigen, BIM-basierten Kostenmanagements und somit der Transformation der Kostenplanung, -verfolgung und -steuerung fehlt es jedoch an einem standardisierten allgemeingültigen Prozessmodell.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens soll ein Standardprozessmodell für ein BIM-basiertes Kostenmanagement entwickelt werden. Anhand dieses Standardprozessmodells erfolgt ein quantitativer Nachweis der Effizienz- und Effektivitätsvorteile der BIM-Methode für das Kostenmanagement gegenüber konventioneller Projektdurchführung. Die Untersuchungen beruhen dabei auf dem bereits veröffentlichten BIM-Prozessmodell der Bergischen Universität Wuppertal. Für den quantitativen Nachweis verfolgt das Forschungsteam, bestehend aus der List Digital GmbH, dem Institut für angewandte Bauinformatik an der Hochschule München (iabi) und der Bergischen Universität Wuppertal, die Erforschung und Entwicklung einer Messmetrik.

Intention dieses Forschungsvorhabens ist es, durch einen statistisch validen, prozessorientierten Vergleich zwischen konventionellem und BIM-basiertem Kostenmanagement Effizienzaspekte anwenderorientiert zu ermitteln. Diese Effizienz- und Effektivitätsvorteile sollen eine weitreichende Akzeptanz in der deutschen Bauwirtschaft erzeugen und insbesondere zu einer digitalen Transformation in der mittelständisch geprägten Bauwirtschaft beitragen. 

Der Vergleich zwischen konventionellem und innovativem Vorgehen erfolgt durch leitfadenbasierte Zeitmessreihen. Dazu werden Probanden verschiedener Fachkompetenzen aus der Bauwirtschaft das Kostenmanagement anhand eines Musterprojektes simulieren. Die ermittelten Zeitreihen werden durch statistische Verfahren verallgemeinert. Im Ergebnis wird eine Bewertung des softwareneutralen volkswirtschaftlichen Nutzens des digitalen Kostenmanagements auf Basis der BIM-Methode möglich.

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