II. BIM-Handlungsempfehlung für die kommunalen Bauverwaltungen und die kommunale Gebäudewirtschaft in Nordrhein-Westfalen

Fortschreibung mit den Schwerpunkten BIM im Betrieb und nachhaltiges Bauen

Mit fortschreitender Durchdringung der Methode BIM in der deutschen Bau- und Immobilienwirtschaft spielen ein einheitliches Verständnis und eine transparente Umsetzung eine immer wichtigere Rolle. Vor diesem Hintergrund wurde bereits im letzten Jahr die BIM-Handlungsempfehlung für die kommunalen Bauverwaltungen und die kommunale Gebäudewirtschaft in Nordrhein-Westfalen durch das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen herausgegeben. Diese erste BIM-Handlungsempfehlung gibt eine grundlegende Anleitung für die BIM-Implementierung in den Kommunen, die es ihnen ermöglicht, BIM-basierte Projekte zu vergeben und bestenfalls eigenständig umzusetzen. Sie schafft ein gemeinsames Verständnis zur Anwendung, eine strukturierte Vorgehensweise sowie einen Überblick zum Entwicklungsstand in der deutschen Wissenschaft mit entsprechenden Pilotprojekten aus der Praxis.

Nun hat das BIM-Competence-Center (BIM-CC) des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen die Fortschreibung in Form einer zweiten BIM-Handlungsempfehlung, mit dem Ziel die Methode in den Kommunen weiter voranzutreiben, initiiert, für die erneut das BIM-Institut der Bergischen Universität beauftragt wurde.

Im Fokus dieser Fortschreibung stehen die beiden aktuellen und zukunftsweisenden Themen BIM im Betrieb und BIM und nachhaltiges Bauen. Außerdem sollen bereits bestehende Aspekte aus der ersten Handlungsempfehlung nach heutigem Wissensstand fortgeschrieben werden.

„BIM ist WIN. Denn es bietet die beste Möglichkeit, um die verschiedenen am Bau beteiligten Disziplinen zusammenzuführen. Wir wollen, dass Nordrhein-Westfalen weiterhin eine Vorreiterrolle bei der Einführung von BIM einnimmt. Deshalb machen wir unsere Kommunen BIM-ready. Dazu wächst unser Unterstützungspaket für sie stetig. Mit der ersten BIM-Handlungsempfehlung und der Schulung BIMKommunal haben wir das Basispaket geschnürt, nun geht es darum Schwerpunkte zu setzen. Denn wir möchten BIM zu einer Methode etablieren, die es ermöglicht, nachhaltiges, bezahlbares Bauen und Wohnen mit den Anforderungen des Klimaschutzes und der Ressourceneffizienz in Einklang zu bringen.“, so Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.

Für eine praxisnahe Umsetzung sind erneut Kommunen verschiedener Größe sowie Unternehmen aus der Wirtschaft als Praxispartner vertreten. Um grundlegende Startinformationen zur Planung von BIM-Projekten zu sammeln, sollen im ersten Schritt Workshops mit Blick auf die BIM-Ziele zum Betrieb und der Nachhaltigkeit durchgeführt und anschließend die entsprechenden Anwendungsfälle, Aufgaben, Herausforderungen und Umsetzungsansätze definiert werden. Im Mittelpunkt der zweiten BIM-Handlungsempfehlung stehen, wie bereits bei der ersten, ein gemeinsames Verständnis zur Anwendung, eine strukturierte Vorgehensweise sowie einen Überblick zu umsetzbaren Anwendungsfällen.  Zur Veranschaulichung sollen auch bei der zweiten BIM-Handlungsempfehlung Pilotprojekte zu den beiden zentralen Themen Betrieb und Nachhaltigkeit vorgestellt werden.

Beteiligte Bauverwaltungen und Gebäudewirtschaften

Experten aus der Praxis

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